Neues Gesicht, neuer Link

Nachdem mein Blog auf WordPress umgestellt wurde, konnte ich ein wenig herumprobieren, und noch mal probieren und so … da vergisst man fix, dass man einen Link schuldig bleibt.

Rezension
Äthiopien Maaza Mengiste – Unter den Augen des Löwen

Die Reise war nicht unbedingt angenehm, bei einem Bürgerkrieg als Hintergrund auch nicht weiter verwunderlich. Die Brutalität, mit der Menschen gegen Menschen agieren können, schockiert immer wieder. Im Buch gibt es eine Szene, in der ein Mensch mit der Einsicht umgehen muss, dass sich die Gewalt, die von ihm ausgeht, indirekt irgendwann gegen ihn selbst richtete. Just er hielt am Ende nicht aus, was Tausende andere direkt oder indirekt ertragen mussten.

Die kommende Reise steht noch nicht fest. Derzeit bewege ich mich viel in der Schweiz, generell sowieso mehr in Europa. Über das nächste Reiseticket werde ich demnächst informieren.

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Kommentarfunktion ausgeschaltet

In letzter Zeit häufen sich Trackbacks mit fragwürdigen Links und registrierte User mit seltsamen Namen und URLs. Jetzt bleibt die Kommentarfunktion erst einmal aus. Es tut mir zwar Leid für die wenigen User, die ernsthaft kommentiert haben, aber derzeit stehen Löscharbeiten und Comments in einem krassen Missverhältnis.

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Wieder mal nur ein Bild

Heute gibt es mal wieder nur ein Bild. Das Land, in dem ich mich zur Zeit aufhalte, ist rot markiert. Welches es ist, dürfte gar nicht so schwer zu erraten sein, denn im Tweet-Widget auf Bleisatz wird man sicher fündig. Und außerdem ist es bekannter als das letzte Land, das ich über ein Bilderrätsel suchen ließ.

Das Buch lachte mich aus dem Regal der Neuanschaffungen einer Bibliothek an und ich bin in diesem Fall die erste, die es lesen darf. Das war bei meinem Buch zu Falkland witzigerweise auch schon so. So viel Erstleserglück habe ich sonst nur, wenn ich einen Titel zur Anschaffung vorschlage und nach Kauf und Registrierung dann automatisch benachrichtigt werde.

Quelle: World 66

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Erlebnisse eines Pikkolo

Da wir gerade so schön in Fahrt sind, schließt sich umgehend ein Trip nach Tschechien an. Dieses Hörbuch hatte ich schon einmal in der Hand, musste es aus Zeitmangel aber abrrechen. Die Zeit für alle 4 CDs fehlte plötzlich und Hrabal staubte ein. Die neue Gelegenheit ergab sich kurzfristig, dafür habe ich sie dieses Mal erfolgreich abschließen können.

Der Pikkolo nimmt uns mit auf eine kleine Zeitreise in die 1930er bis 1950er Jahre in die Tschechoslowakei. Zu Beginn herrscht munteres, feucht fröhliches Treiben in Prag und im Hotel gehen die wohlhabenden Prager ein und aus. Im März 1939 hat das unbeschwerte Dasein ein Ende; die Deutschen, die schon die Sudentengebiete der Tschechoslowakei vereinnahmt haben, besetzen auch Prag – und der Pikkolo wird zum Grenzgänger: Er verliebt sich in eine Deutsche. Schlicht, weil er klein ist und sie ebenfalls. Weil er nicht zu ihr, wie zu allen anderen Frauen sonst, aufschauen muss. Und sie ist begeistert, weil sie ebenfalls einen Gegenüber derselben Grüße hat. Ihn kostet es den Job und wir Zuhörer erleben, welchen Spagat es den Pikkolo kostet, seine Liebe haben zu dürfen.

Wie ich in der Rezension auch schreibe, wurde der Text für das Hörbuch offensichtlich gestrafft. Wer mehr Notizen zum Inhalt des Buches benötigt, kann die  Inhaltsangabe bei Dieter Wunderlich nachlesen. Er hat die ausführlichere Buchversion hervorragend zusammengefasst.

Was im Hörbuch/Buch noch Tschechoslowakei war (gegründet 1918), sind seit dem 1. Januar 1993 die Tschechische Republik und die Slowakische Republik. In wenigen Tagen feiern die beiden Staaten ihren jeweils 20. Geburtstag. In einer Sendung vom 23.11.2012 kommentierte der Deutschlandfunk:

20 Jahre nach der der Parlamentsentscheidung hat sich der Staub gelegt. Beide Nationen suchen im Fernsehen gemeinsam den Superstar. … Auch auf der politischen Ebene hat sich das Verhältnis deutlich entspannt. Nach der Scheidung verstehen sich die beiden Partner besser als zuvor.

Soviel Harmonie der Nachbarstaaten fällt dieser Tage sicher besonders auf.

Rezension
Tschechien Bohumil Hrabal – Ich habe den englischen König bedient

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Griechenlands Pleite

Eine Trilogie hatte Petros Markaris vor einigen Jahren zur griechischen Staatskrise geplant. Seine Landsleute reagierten sauer: So lange würde das Drama nun auch nicht dauern. Inzwischen sind seit der Erstveröffentlichung des ersten Teils anno 2010 schon mehr als zwei Jahre vergangen und die Griechen sehen das Ganze etwas anders. Auch Markaris. Der fragt sich, ob eine Trilogie wohl reichen würde (siehe zweiter Download).

“Faule Kredite” ist der erste Band, der zweite ist unter dem Namen “Zahltag” ebenfalls bereits erschienen.

Da ich mit diesem Buch über ganz aktuelles Zeitgeschehen gelesen habe, erzähle ich nicht viel zu diesem Thema. Man erlebt täglich mit, was entschieden wird und kann viel nachlesen, was die Krise für Land und Leute bedeutet. Nur soviel: Markaris findet in seinem Buch einen hochinteressanten Vergleich darüber, was Kredite für das Finanzwesen ausmachen. Kombiniert man das mit den Krediten, über die Markaris in seinem Buch erzählt, versteht man zumindest einen Grund, warum das mit dem Geld einfach irgendwann schief gehen musste.

Rezension
Griechenland Petros Markaris – Faule Kredite

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Versprochen ist versprochen

und wird auch nicht gebrochen. Ich habe nach meiner “note to self” kurzerhand ein Buch für die Weltreise genommen, damit diese erfolgreich weitergeführt werden kann.

Da ich sowieso gerade viele Diogenes-Bücher auf dem Tisch hatte und noch habe (zwei Mal Martin Walker, eine Krimianthologie und Annalena AcAfee), kann ich mit Petros Markaris noch einen Diogenes-Autoren mehr dazu nehmen. Mit Markaris reise ich gerade durch das krisengeschüttelte Griechenland, wo zwei Banker geköpft wurden und Kostas Charitos herausfinden muss, wieso die beiden ihr Leben lassen mussten.

Danach werden mich Reisen nach Frankreich führen und nach Brasilien und ich werde genug Zeit haben, um mein nächstes Reiseziel unter den Kandidaten zu wählen.

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