Archive für 31.10.2011

Bangkok für Nicht-Touristen

Thailand gilt als absolutes Traumziel für Fernreisende. Aktuell könnte man zum Beispiel ab 1700 Euro am Changlang Beach (Foto) in einem 5-Sterne-Resort unterkommen. Nicht ganz das Revier von Vincent Calvino, einem US-amerikanischen Privatdetektiv, der in Bangkok lebt. Das tut er gemeinsam mit rund 7 Millionen anderer Einwohner und solche eine Metropole hat ausreichend Schattenseiten. Mit Calvino geht es in diesem Buch in die Slums (10% der Einwohner von Bangkok leben ins Slums) und die Vergnügungsviertel für die Ausländer. Unter denen hat der namensgebende Nana Plaza einen bekannten Status.

Von den herausragenden Sehenswürdigkeiten Bangkoks ist bei Calvino keine Rede. Dabei wäre die Tempelanlage Wat Phra Kaeo absolut sehenswert. Doch dafür gibt es keine Gelegenheit, denn der Job des Privatdetektivs dreht sich um Cybersex und Bars voller Mädchen; die Bar-Adressen kursieren mit Fotos dekoriert auf einschlägigen Webseiten. Wikipedia meint, dass just in Thailand der Anteil der Touristen an der Gesamtzahl der Kunden der Prostituierten relativ gering sei, doch besser macht das die Sache nicht und außerdem gibt es noch die hässliche Begleiterscheinungen wie Korruption, Menschenhandel, Krankheiten und Kinderprostitution.

Rezension
Thailand Christopher G. Moore - Nana Plaza

Da vergeht der Appetit

wenn in der Knochenmühle der Grillstation Löschenkohl Menschenknochen auftauchen. Grrrrruselig. Mit so etwas schlägt sich Simon Brenner herum. Mir wären Nockerln, Kaiserschmarrn oder Ähnliches doch lieber. Aber vielleicht hätte man im Löschenkohl in diesem Fall noch das Mehl zum Strecken der Zutaten benutzt. Grrrrruselig.

Damit keiner aus Furcht  vor dem österreichischen Essen verhungert, hier die unverfälschte Alternative zum Hendl vom Löschenkohl:

KAISERSCHMARRN
3 Eier
500 ml Milch
1 TL Zucker
1 Prise Salz
350 g Mehl
Rosinen
etwas Sprudel
30 g Butter
Puderzucker

Eigelb vom Eiweiss trennen. Die Milch mit dem Eigelb, Zucker und Salz in eine Rührschüssel und mit dem Schneebesen gut verrühren. Das Mehl unter ständigem Rühren einstreuen, bis eine dickflüssigere Masse entsteht und dann die Rosinen einrühren (man kann sie weglassen, aber MIT schmeckt der Schmarrn einfach besser - oder Apfelstückchen …. lecker!!). Ein Schuss Sprudel sorgt dafür, dass der Schmarrn lockerer wird. Das Eiweiss zu Schnee schlagen und unterheben und zum Schluss kommt die geschmolzene Butter dazu.

Den Teig lässt man in der Pfanne, bis die Unterseite fest ist, dann wird mit einem Pfannenwender geteilt und gewendet. Erst dann wird der Schmarrn mit Gabeln zerrissen und fertig gebraten. Zur Dekoration mit Puderzucker bestreuen.

Zum Nachtisch:

Rezension
Österreich
Wolf Haas - Der Knochenmann

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