Ich wollt’ doch bloß …

…  Kinderbücher ausleihen, um etwas Wartezeit in der Stadt zu überbrücken. Wer mich kennt, wird sich bei so einem Satz schon seinen Teil denken: “Wenn sie schon in der Bibliothek ist, spickt sie auch nach Büchern für sich selbst.” Recht gehabt. Ich habe einen Ausflug in die Comic-Abteilung gemacht und - jupps - genau an diesem Tag war das gesuchte Buch da: Guy Delisles gezeichnete Reiseerinnerungen an Birma.

Birma, Burma oder Myanmar? Genau genommen nennt sich das Land seit 1989 offiziell Myanmar (in der Langfassung: Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw), das wurde von der UNO auch so anerkannt. Einzelne Länder aber wollen die Militärjunta nicht anerkennen, die seit diesem Jahr regiert und bleiben daher bei der alten Bezeichnung. Deutschland gehört zu den Ländern, in denen Myanmar nach wie vor Birma/Burma ist.

Selbstverständlich spielt im Buch auch “die Dame” eine Rolle. So nennen die Einheimischen ihre Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die nur wenige Straßen von Delisles damaligem Wohnhaus entfernt wohnt. Die Gelegenheit, wenigstens ihr Haus zu sehen, bekam er allerdings nicht. 2005 war die Straße zunächst lange abgesperrt und als die Straße am Haus vorbei endlich wieder frei war, sah Delisle nur hohe Mauern und Bäume.

Nach meinem Ausflug nach Afghanistan, auf dem ich die Médecins sans frontières begleitete, begegnete mir diese Organisation in Delisles Buch wieder: Delisles Frau Nadège arbeitet für MSF und auf Grund eines Einsatzes von ihr kam er nach Birma.

Rezension
Birma Guy Delisle - Aufzeichnungen aus Birma

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