Archive für 1.5.2011

Flitterwochen

Wo Kate und William flittern, wird noch geheim gehalten. Im Netz finden sich Wetten auf Jordanien, Seychellen, Kenia, Australien oder Mustique, eine Insel des Staates St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik.

Weltreisetechnisch haben die beiden eine Menge Tipps für mich auf Lager. Außer Kenia und Australien habe ich keines der genannten Länder bisher literarisch bereist. Anzubieten hätte ich im Gegenzug Malaysia, wohin ich gerade reise und das wettertechnisch durchaus royale Bedingungen bieten könnte (…aber da wird gemordet, jedenfalls in der Familie Lee, von der Shamini Flint schreibt - nichts für die Nerven des Sicherheitspersonals).

Warum allerdings wetten die Briten bloß nur auf das Reiseziel? Das Gepäck würde mich interessieren: Welche Bücher packen die zwei ein? Könnte eventuell Alan Bennett weiterhelfen, der ja schon die literarischen Vorlieben der Queen herausgekitzelt hat?

Nix zum Pixeln

Satz mit X: War wohl nix.

Das gilt im Fall meines letzten Weltreiseziels auf alle Fälle für die schöne Rötung der Weltkarte. Auf der tut sich nämlich nix. Dafür ist das bereiste Land zu winzig; kein Wunder, wenn man Luxemburg bereist (noch ein x, übrigens), das mit 2586 Quadratkilometern Kleinheit freundlicherweise noch größer ist als das kleinste EU-Land Malta.

Dass Luxemburg ziemlich klein ist, merkt man am Namen: Alles kommt von “Lucilinburhuc”, aus dem zeitweilig Lützelburg wurde. Und lützel bedeutet klein (niederdt.: lütt, engl.: little), genauso zu finden im Ortsnamen Lützellinden oder dem Kloster Lützel oder gar dem in Kleinlützel.

Luxemburg hat offensichtlich eine schöne regionale Küche zu bieten, die man bei Xavier Kieffer (ein X, ein X!) in diesem Krimi auch bekommt. Eine immer wieder erwähnte Köstlichkeit ist Bouneschlupp und für alle, die neugierig darauf sind, bietet Wikipedia in seiner letzeburgischen Ausgabe auch das Rezept dazu an. Eine andere Leckerei aus dem Buch, die ebenfalls auf letzeburgisch nachgekocht werden kann, wäre beispielsweise Gromperekichelchen oder Judd mat Gaardebounen.

Um nochmals auf das X zurückzukommen: Auch das Buch war eher X als U. Schön zu lesen, aber abgesehen von Tricatel hatte ich keinen großen Aha-Effekt. Doch in der Rezension steht mehr zu dieser kleinen literarischen Nascherei für Xwischendurch.

Rezension
Luxemburg Tom Hillenbrand - Teufelsfrucht

|