Archive für Oktober 2010

Reise in ein Kriegsgebiet

Zumindest die ersten beiden Bände der Afghanistan-Trilogie “Der Fotograf” von Didier Lefèvre konnte ich inzwischen lesen und ich bin froh drum, dass ich just diese Bücher für meine Weltreise ausgesucht habe. Nicht nur, weil ich damit eben Afghanistan besucht habe oder etwas mehr Einblick gewinnen konnte. In diesem Fall war auch die Machart des Buches etwas Besonderes: Die Fotos, die Lefèvre während seiner Reportage über die Médecins sans frontières MSF gemacht hat, werden durch Zeichnungen des Comic-Zeichners Emmanuel Guibert ergänzt. Eine ganz tolle Mischung, die nicht nur eine bebilderte Geschichte liefert, sondern auch persönliche Eindrücke sehr schön übermittelt. So hart diese Reise war, so sehr hat sie Lefèvre offensichtlich aber auch positiv beeindruckt: Bis zu seinem Tod 2007 reiste er immer wieder nach Afghanistan, um Bekannte wieder zu treffen.

Mehr als 4000 Fotos hat Lefèvre von seiner Reise mitgebracht. Nach seiner Rückkehr nach Paris wurde ihm eine Doppelseite in der Zeitung “La Libération” eingeräumt - mit einer Auswahl von sechs dieser Fotos.

In diesem Fall verlinke ich auf den ersten Band; derzeit gibt es auch schon einen Rückblick auf die Lektüre von Band 2, nur Band 3 muss noch etwas warten.

Rezension
Afghanistan Didier Lefèvre - Der Fotograf, Band 1

Afghanistan ist aufgetaucht ;-)

In meinem Beitrag vom 1.10.2009 hatte ich über die Ärzte ohne Grenzen berichtet, die in dem Comic “Der Fotograf” von Didier Lefèvre eine Rolle spielen. Das laut Katalog bei meinen Besuchen angeblich stets ausleihbare Buch erwies sich im bibliothekarischen Praxistext jedoch immer als bestens versteckt. Bis gestern! Ich habe als Entschädigung sogar Band 1 und 2 ergattern können, nur Band 3 blieb verschollen.

Jetzt aber geht es in den kommenden Tagen irgendwann nach Afghanistan. Lange genug musste ich auf das Ticket ja warten!

Blog? Reisetagebuch!

Jüngst bin ich darauf angesprochen worden, dass dieser Blog nicht allzu regelmäßig Neues führt und daher eigentlich kein Blog sei. Blogs müsse man viel öfter füttern.

Jein ;-)

Wie ich zu Beginn der literarischen Weltreise schrieb, betrachte ich diesen Blog als Reisetagebuch. Die Technik eines Blogs kommt mir bei diesem Vorhaben sehr viel mehr entgegen als die klassische Website. Da ich Bücher naturgemäß nicht im Wochenrhythmus lesen kann und zwischendurch auch Bücher ohne Weltreise-Bezug lese, gibt es freilich immer wieder Blog-Lücken. Ich sehe auch unheimlich weise voraus, dass dieser Blog dünner geführt wird, sobald ich zunehmend an Länder gerate, bei denen die Beschaffung passender Bücher schwerer wird. Bei einem Reisetagebuch allerdings ist es, finde ich, ganz in Ordnung, wenn der Reisende hin und wieder “Heimat tankt”, bevor es in neue Gefilde geht.

Abhilfe: Seit Oktober 2009 kann man den Blog abonnieren und wird informiert, wenn sich hier etwas tut. Auf diese Weise wird das Warten nicht gar so arg, wenn Bleisatz mal wieder die Füße vor dem heimischen Ofen ausstreckt statt Koffer zu packen.

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