Archive für 17.8.2010

Merkwürdige Stilblüte

Einige Mitreisende bei diesem Weltreise-Projekt recherchieren intensiv, um neue Lektüre aufzutreiben - vor allem Lektüre, die so original wie möglich ist. Das führt dann beispielsweise dazu, dass diese Mitreisenden Buchhandlungen auf den Kleinen Antillen anschreiben, um einheimische Autoren zu finden. Mich fasziniert diese Akribie ganz ungeheuer!

Jüngst folgte auf einen ersten Kontakt per Mail die “richtige” Post, ein schöner Brief nach Anguilla, der für Bücher-Nachschub sorgen sollte. Doch der Brief kommt und kommt nicht an… Nachfragen ergaben, dass die Deutsche Post (ja, genau die!) das schöne Anschreiben nach Angola verfrachtet hat. Der arme Postbote hat sich vermutlich verfahren, ist im Hamburger Hafen gelandet und aus einem fürchterlichen Versehen heraus auf ein Schiff geraten.

Da hat er sich bloß um rund fünf Zeitzonen verhauen, um rund 9000 km Luftline und mit ein bisschen Meer dazwischen. Vielleicht hätte es per Flaschenpost ja auch geklappt…

Das erinnert mich an einen Kommentar, den ich gerade erst gelesen habe: 1879 wurden im belgischen Lüttich Katzen für den Briefversand in die umliegenden Dörfer eingesetzt. (Quelle: Unnützes Wissen auf Facebook und Danke Simonne für den Hinweis) Wenn so eine Katze aus Versehen Richtung Meer läuft und als blinder Passagier auf ein Schiff gerät - nicht auszudenken, wo die Post 1879 gelandet ist!

Ein kleiner Trost: Eine Beschwerde bei der Deutschen Post bringt als Entschädigung für die Umstände einen netten Design-Brieföffner.

Brieföffner von der Deutschen Post

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