Archive für November 2009

Schöne Grüße von Kim Jong-il

Schöne Grüße von einem Staatschef, den man niemals persönlich treffen wird, dem man aber bei einem Aufenthalt in Pjöngjang am laufenden Band begegnet: Auf Bildern, Plakaten, Wandmalereien, Abzeichen, Monumenten oder oder oder … und der Opern komponiert hat, auf Anhieb Golf gespielt hat wie ein junger Gott, der bereits als Student zahlreiche bedeutende Texte geschrieben hat und auch sonst eine Menge tut, was ein Wunderkind eben können muss.

Diese Weltreisestation hat das Zeug dazu, meine ungewöhnlichste zu werden. Dank des Comiczeichners Guy Delisle konnte ich Nordkorea besuchen, das Land mit dem weltweit geringsten prozentualen Ausländeranteil. Einwanderung ist hoffnungslos unattraktiv und die Ausländer, die man trifft, sind alle nur befristet im Land. Diplomaten, Ärzte, Mitarbeiter von NGO’s (Non Government Organization) oder eben Mitarbeiter aus der Comicindustrie, die norkoreanische Zeichner anleiten.

Doch selbst da, wo man ein bisschen mehr weiß, bleiben die Informationen vage. Ob Nordkorea nun an Comicfilme wie Pocahontas zugeliefert hat, wie kolportiert wird, bleibt offen - selbst, wenn bekannt ist, dass sich einige Comicstudios dort die Klinke in die Hand geben. Auch der Aufenthalt Delisles wäre beinahe ein Geheimnis geblieben, denn er musste einen Geheimhaltungsvertrag für seinen damaligen Arbeitgeber unterzeichnen. Doch der existiert nicht mehr und damit auch keine Schweigepflicht. Gut so!

Rezension
Nordkorea Guy Delisle - Pjöngjang

Zur Abwechslung ein Kinderbuch

Meine Afrikareise hat mir ein Kinderbuch beschert. Das fiel mir in der Bibliothek in die Hände, als ich gerade etwas Passendes für meine Tochter suchte. Dabei passte es für mich einiges besser *g*Der Ausflug zu den Kinderbüchern hat sich in diesem Fall nicht so richtig gelohnt, da ich das Buch zu wenig als ghanesich empfand.

In Ghana gibt es 79 verschiedenen Sprachen und Idiome - eine verblüffende Vielfalt. In welcher Sprache das Lied der bunten Vögel geschrieben ist, konnte ich allerdings nicht herausfinden; dafür verriet mir eine Bekannte allerdings, dass die Übersetzung des Liedtextes wenig mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat.

Wer Alternativen für Ghana sucht, dem sei die Liste ghanaischer Schriftsteller der Wikipedia empfohlen, aus der ich mich bei Gelegenheit wahrscheinlich auch noch bedienen werde.

Rezension
Ghana Kobna Anan / Omari Amonde - Das Lied der bunten Vögel

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