Mit den Fingern lesen

kann man meinen Weltreisebeitrag aus Venezuela. Die Grafikerin Menena Cottin hat ein Buch entworfen, um Sehenden die Wahrnehmug der Blinden etwas näher zu bringen. Dabei kombiniert sie eine auffällige und ansprechende Aufmachung des Buchs mit einem Exkurs über Farben, die als solche nie auftauchen - eine Kombination, die die Diskrepanz in der Wahrnehmung auf attraktive Art deutlich macht.

Rezension
Venezuela Menena Cottin - Das schwarze Buch der Farben

Über die Entstehung des Namens Venezuela gibt es zwei Legenden (siehe Wikipedia). Bemerkenswert finde ich, dass beide Legenden ihre Quellen offensichtlich in derselben Schiffsmannschaft haben. Amerigo Vespucci habe Pfahlbauten an der Küste der Guajira-Halbinsel gesehen und diese hätten ihn an Venedig erinnert. Aus “Venezia” sei dann “Venezuela” entstanden.

Martín Fernández de Enciso war Mitglied der gleichen Mannschaft und er wiederum kommt auf eine ganz andere Herkunft: Bei ihm leitet sich der Name schlicht von einem bewohnten Felsen namens “Veneciuela“ ab.

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