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Die lange Jagd nach Marjane Satrapi …
… hatte mit einem unerwarteten Fund ein Ende. Mal wieder geht’s in die Stadt, mal wieder Bibliothek, mal wieder eine Fahrt im gläsernen Fahrstuhl, mal wieder Sparte Comics, mal wieder lässiges Blättern unter S … ein verdutzter Blick. Da strahlt doch glatt der Name Satrapi auf dem Cover! Hoppla, da prangte doch sonst nie das Gesuchte? Bin ich in der falschen Spalte, am falschen Ort?
Ich hatte wohl einen Glückstag, denn zwar war von Persepolis mal wieder weit und breit nichts zu sehen, dafür aber fand ich “Huhn mit Pflaumen”, eine Erinnerung an ihren Großonkel.
In der Süddeutschen Zeitung stand einmal über Marjane Satrapi, sie zeichne ihre Familiengeschichte nicht für iranische Leser, sondern für jene westliche Welt, die gewissermassen vor lauter Kopftüchern die Vielfalt der realen Gesichter des Iran nicht sehe. Was ich gelesen habe, war eine Geschichte über einen missmutigen Musiker, der sein Leben als gescheitert ansieht. Fand ich eigentlich eine ganz normale Geschichte und nichts Neues oder Besonderes. Politische Hintergründe tauchen maximal als Fußnote auf und davon gibt es nicht einmal eine Handvoll. Als Aufklärung jedenfalls rutschte dieser Comic nicht bei mir durch.
Rezension
Iran Marjane Satrapi - Huhn mit Pflaumen