Archive für April 2008

Kunterbunte Lesewelt

Da ich gerade eine kleine Reisepause brauche, habe ich mich jüngst mit meinem Sammelsurium internationaler Autoren befasst. Dabei habe ich festgestellt, dass sich das Spektrum langsam aber sicher erweitert hat. War das nicht Sinn der Sache? Gut, es geht nicht rasend schnell vor sich, aber es ist deutlich spürbar. Im Januar 2007 sah meine Autorenliste so aus:

  • USA: 26%
  • Europa: 67%
  • Rest: 7%

Bei Europa machte Großbritannien den Löwenanteil aus, gefolgt von Deutschland (27% und 16%).

Acht Monate später und nach fünf Monaten Weltreise gluckerte es langsam:

  • USA: 21% (-5)
  • Europa: 68% (+1)
  • Rest: 11% (+4)

Innerhalb Europas dominieren weiterhin die Briten (26%) vor den Deutschen (17%). Mit wirklich sehr großem Abstand kommen dann die Italiener und die Franzosen (je mickrige 4%).

Im April 2008 sieht die Welt wieder anders aus (in Klammern der Vergleich zum Januar 2007):

  • USA: 18% (-8)
  • Europa: 68% (+1; 23% GB, 17% D)
  • Rest: 14% (+7)

Da kommen viele Überraschungen zutage, die ich ohne Weltreise und abseits der bekannten Pfade nicht gefunden hätte: Argentinier, Syrer, Ukrainer, Algerier, Israelis, Chilenen oder Kenianer. Der noramerikanische Bücherstapel besteht nicht mehr nur aus den USA, es blitzen plötzlich Mexikaner und Canadier durch. In Europa finden sich Autoren aus 20 Ländern statt nur aus Großbritannien, Deutschland und vielleicht einigen Franzosen und Skandinaviern.So viele Autoren in meiner kleinen Sammlung hätte ich ohne Weltreise nicht gefunden, weil ich die Augen gar nicht in ihre Richtung erhoben hätte. Wie gut, dass es dieses Projekt gibt. Mir macht die Weltreise viel Spaß und ich hoffe, dass der Bücherhaufen noch etwas bunter wird!

Ab in den Pazifik

Nachdem ich mir meiner Lücken in Ozeanien so schmerzlich bewusst wurde, habe ich mich pflichtbewusst in der Bibliothek bereichtert - Glück vielleicht auch, dass es überhaupt zur Ausleihe zur Verfügung stand. Aber ich habe gelernt, dass selbst in dieser verhältnismäßig kleinen Stadt eine vielseitige Bibliothek mit einigen Überraschungen aufwartet.

Tonga hatte ich vorgesehen, den Titel bei einer Mitreisenden abgeschrieben, weil ich selber nichts anderes gefunden hatte. Kein Wunder, steht im Nachwort jenes Buchs doch:

… kennen doch die Gesellschaften im Südpazifik keine schriftliche Tradition. Die englischsprachige einheimische Literatur im Südpazifik ist demzufolge noch jung: Sie entstand Anfang der siebziger Jahre im Umfeld der University of the South Pacific. Einer ihrer Gründerväter ist Epeli Hau’ofa.

Parallel zur Lektüre der Kurzgeschichten aus Tonga musste ich mich kräftig weiterbilden, denn viel wusste ich von Tonga nicht. Jetzt ist mehr klar, vor allem, dass meine Weltkarte sich zumindest optisch nicht verändern wird ;-)

Der Archipel umfasst die 169 früher auch Freundschaftsinseln (englisch: The Friendly Islands) genannten Tongainseln, von denen nur 36 bewohnt sind, sowie die beiden Minerva-Riffe. Tonga ist der einzige Staat in Ozeanien, der nie von Europäern kolonialisiert wurde. … Fläche: 48 km², rund 100.000 Einwohner, die mit Pa’anga zahlen.
Quelle: Wikipedia

Sehr aufschlussreich fand ich übrigens die Kommentare zur Wirtschaft in Tonga - ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen. Einfach dem Link zu Wikipedia folgen und selber linsen.

Ach ja, zwei Dinge noch, die zu diesem Eintrag unbedingt dazu gehören:

Rezension
Tonga Epeli Hau’ofa - Rückkehr durch die Hintertür

Ko e hingoa ʻo e kiʻi fonua ʻi he Pasfiki tongahihifo ko Tonga ia, pe ʻOtu motu ʻo Tonga pe Puleʻanga fakatuʻi ʻo Tonga. Ko e hingoa ʻOtu Angaʻofa pe ʻOtu Felenite (Friendly Islands) naʻe ʻoatu ʻe he ʻeikivaka ko Semisi Kuki.

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