Archive für April 2007

Wer Bücher sucht …

… der findet sie an unerwarteten Stellen (wenn er die Augen offen hält). So ging es mir gestern Abend, als ich mich zu einem Treffen mit einigen Aktiven aus dem Literaturschock-Forum traf. Im schönen Süden Badens diente der Treff in der Pizzeria natürlich auch dazu, Bücher herumzureichen und auszutauschen. Dabei habe ich ein Buch ergattert, das selbstverständlich eingereiht wird:

Serbien Aleksandar Tisma - Die wir lieben

Politisch völlig inkorrekt hatte ich ihn zunächst zu Serbien-Montenegro gesteckt, musste das aber schnell ändern. Denn Serbien-Montenegro existierte in dieser Form nur zwischen Februar 2003 und Juni 2006. Wenn man sich im April 2007 trifft, dann gerät die Zuordnung des Buchs zum Schnellkurs Europäische Geschichte. Diesen jedoch haben die Macher meiner Weltkarte noch nicht gemacht - auf meiner Landkarte werden noch beide Staaten rot erstrahlen, von denen ich nur eines literarisch besucht habe.

Zwischen Ungarn und Botswana

Ohne Jetlag und ganz erholt komme ich aus Botswana und Ungarn zurück:

Rezensionen
Ungarn Sandor Marai - Das Vermächtnis der Eszter
Botswana Alexander McCall Smith - Ein Krokodil für Mma Rmotswe

Ich gebe zu, dass ich bei Botswana nicht ganz astrein sortiert habe: Der Autor ist Brite, ich lasse ihn aber gelten, weil er sehr lange in Botswana gelebt hat.

Bei Ungarn bin ich auf eine Perle gestoßen. Zwar werde ich die Hauptperson Eszter nie verstehen, aber Marai hat einen herrlichen Stil und daher war es ein Genuss, das Buch zu lesen.

Aus lauter Neugier habe ich ein bisschen bei Wikipedia gestöbert und dort gelernt, dass die Landessprachen Botswanas Englisch und Setswana sind. Auf Setswana liest sich der Eintrag über das Land so:

Lefatshe la Botswana ke lefatshe le le dikaganyeditsweng ke a mangwe, ka jalo ga le a bapa le lewatle mo borwa jwa Aferika. Pele ga le tsaya boipuso ka kgwedi ya Phalane e tlhola masome a mararo ka ngwaga wa sekete, makgolo a roba bongwe, masome a le marataro le metso e le marataro mo go mmamosadinyana le ne le bidiwa Bechuanaland. […]

Und der Artikel über Botswana startet auf Ungarisch so:

Botswana (régebbi nevén Becsuánaföld) kontinentális helyzetű állam, tengerrel nem határos. Fővárosa Gaborone, 1015 m tengerszint feletti magasságban fekszik, kb. 186 ezren lakják (2001). Délen a Dél-afrikai Köztársaság, nyugaton Namíbia, északon Zambia, északkeleten pedig Zimbabwe határolja. […]

Nicht mein Fall

Peru war eine Überraschung, aber eine, die mir gar nicht so gefallen hat. Bambarén hat eine Art Parabel für die Selbstfindung geschrieben und mir kam es vor, als habe er aus Versatzstücken von Ratgebern für das bessere Ich die schönsten Tipps gewählt und daraus eine Geschichte gestrickt.

Rezension
Peru Sergio Bambarén - Ein Strand für meine Träume

Ist das ein Zeichen? Heißt es, jetzt kommen die ganzen besseren Bücher?

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